Der Anfang der Langau

Die erste urkundliche Erwähnung finden wir im Jahre 1280. Das Dorf "L. villa Langenowe" gehörte damals zum Amt "Weidhusen" (Waidhaus).

Später im Jahr 1808 findet man in den Akten des Landgerichtsbezirk Neunburg v. W. die Dörfer der ehemaligen Gemeinde Langau, Ober-, Mitter-, und Vorder-Langau, sowie Bürk (Pirk) aufgeführt.
Als industrielle Anlagen sind die Silbergruben im "Urachflüßchen" zwischen Mitter- und Vorder-Langau (Unterlangau) erwähnt.

Am 15. August 1828 entstand, mit in Kraft treten des Grundsteuergesetz, die "Gemeinde Langau". Ursprünglich sollte sie Gemeinde Mitterlangau genannt werden, aber heftige Proteste der Oberlangauer bewirkten einen Kompromiss auf "Gemeinde Langau". Diese Gemeinde war noch bis zur Gebietsreform 1976 selbstständige Gemeinde mit eigenem Schulstandort bis 1964.
Am 01. Juli 1976 wurde Langau von Oberviechtach eingemeindet.

Kennen Sie schon das Langauer Lied? Heinrich Bösl war der Texter dieses Liedes.




Das Schulwesen in Langau

Ab dem Jahre 1854 unterhielt die damalige Gemeinde Langau eine eigene Schule. Die Schule mit Sitz in Mitterlangau umfaßte aber nur Schüler von Ober- und Mitterlangau. Die Dienstwohnung des Lehrers war ebenfalls im Schulgebäude untergebracht. Zur Bezahlung des Lehrers wurde als ein Gehaltteil zugewiesenes Schulgeld erhoben.


Das Hammergut "Vorderlangau"

Das Hammerwesen hatte in alter Zeit für die Oberpfalz eine große Bedeutung. Stabeisen und Blech waren damals die Exportartikel, welche auf den Handelsstraßen nach Böhmen, aber auch nach Sachsen und ins Brandenburgische transportiert wurden. Vom Jahre 1347, in dem der Hammer zum ersten Mal erwähnt wird, bis zum Jahre 1752 wurde das Hammerwerk in Vorderlangau betrieben. Dann wurde es still gelegt, und an gleicher Stelle im Jahre 1785 eine Spiegelschleiffabrik errichtet.